Zahnprobleme erkennen

Auch wenn ihr Pferd keine Probleme zu erkennen gibt, lassen Sie es mindestens einmal im Jahr kontrollieren. Oft leiden Pferde still! Leicht zu behebende Störungen bleiben so jahrelang unentdeckt und verursachen vermeidbare Folgeschäden.
Bei den meisten Pferden entwickeln sich scharfe Zähne oder Haken, jährlich behandelt ist die Beeinträchtigung fürs Pferd gering und die Behandlung einfach durchzuführen.

Folgende Verhaltensmerkmale kann der aufmerksame Pferdebesitzer bei seinem Pferd feststellen, welche auf mögliche Zahnprobleme hinweisen.

Widersetzlich beim Reiten

Das Pferd nimmt die Trense nur ungern ins Maul, wehrt sich mit Headshaking ,Kopfschlagen und Festbeissen gegen die Trense. Es steigt,  lässt sich ungern zur Seite stellen oder rollt den Kopf ein um dem Druck/Schmerz der Trense zu entgehen.

Auffäligkeiten beim Fressen

Das Pferd frisst sehr langsam oder auch sehr hastig, nimmt viel Futter ins Maul, beim Kauen fällt immer wieder Futter heraus, Speichelt stark, kaut sogenannte Heuwickel, kaut nicht mit einer gleichmässigen mahlenden Seitwärtsbewegung

Körperliches Aussehen

Das Pferd ist mager, obwohl es extra und viel Futter bekommt, dem Fell fehlt der Glanz, es hat wenig Energie

Weitere Feststellungen

Ungenügend zerkleinerte Futter führt zu Schlundverstopfungen, Verstopfungkoliken. Auch unverdautes, zuwenig verkleinertes Futter im Kot,

Mundgeruch, Headshaking beim Fressen, hartes Futter wie Hafer oder Pellets wird ungern gefressen, Heu wird vorgezogen

Wohl ist jedem verantwortungsvollen Pferdebesitzer verständlich, dass eine regelmässige Zahnkontrolle und Behandlung nicht nur der Gesundheit des Pferdes dienen, sondern auch reiterlichen Problemen und unerwünschtem Verhalten vorbeugt. Sind widersetzliche Unarten zur Gewohnheit geworden, sind sie auch nach einer erfoglreichen Zahnbehandlung evtl. nur schwer zu beseitigen.

Darum ist der späteste aber wichtigste Zeitpunkt einer Zahnkontrolle und Behandlung vor dem Einreiten!

Erst wenn Zahnkappen scharfe Kanten und Wolfszähne entfernt sind, kann ein absolut unnötiges Horrorszenario in der Ausbildung junger Pferde für Ross und Reiter vermieden werden.